Warum du mit dem Malen beginnen solltest

Als ich vor über 4 Jahren mit dem Malen begann, hatte ich nichts mit Kunst zu tun. Kunst in der Schule war mir ein Graus und ansonsten hatte ich weder Leidenschaft zu Pinsel noch zu Farbe. Dies änderte sich im Dezember 2016. Ich war auf der Suche nach einem Ausgleich zu meinem turbulenten Alltag als berufstätige Mutter. Mit Zentangle, meditatives Zeichnen, fand ich den Einstieg zum Malen. Wenn du mehr über Zentangle erfahren möchtest, empfehle ich dir meinen Blogartikel.


Die größte Herausforderung, die wir haben, sind wir selbst!

Unsere Ansprüche an uns selbst sind immens hoch. Wir glauben, dass wir sofort alles perfekt umsetzen müssen und schauen zu gern auf andere, anstatt auf uns selbst. Das Problem dabei ist, dass wir verkrampfen und verbissener werden, anstatt mit Freude und Leidenschaft der neuen Herausforderung entgegen zu sehen.


Wir sind selbst unsere größten Kritiker

Dass wir unsere größten Kritiker sind, weiß ich selbst zu gut.

Früher habe ich mich geniert, im Café oder auf einer Parkbank zu malen. Was würden nur die anderen denken...? Der Clou ist - andere sehen deine Bilder mit ganz anderen Augen:

Als ich auf unserer Mallorca-Reise mein Sketchbuch am Pool auspackte und zu malen anfing, wurden andere darauf aufmerksam. Die Bilder, die ich am Pool malte, waren nicht besonders schön - für mich. Aber für das Mädchen und deren Mutter, die neben uns lagen, waren sie es.

Und diese Erfahrung konnte ich mit der Zeit immer wieder machen.

Also scheu dich nicht, anzufangen, denn die kreative Reise auf deinem Papier kann dich beflügeln. Es entstehen deine kleinen Kunstwerke, auf die du Jahre später zurückblicken und dich an diese Zeit erinnern kannst.


Wenn ich mir meine alten Bilder anschaue, weiß ich genau, wo und wann ich sie gemalt habe. Es sind visuelle Tagebücher, die deine Emotionen an diese Zeit noch einmal ganz anders hervorrufen.


Malen ist ein Handwerk, das du lernen kannst

Jedes Mal, wenn du dein Skechtbuch öffnest und mit dem Malen beginnst, wirst du automatisch besser. Es ist wie alles, was wir im Leben lernen:

Mit jedem Schritt werden wir automatisch ein Stück besser. Beim Malen gilt es loszulassen, genau seine Vorlage, die man zeichnen möchte, zu betrachten und daraus seine eigene Interpretation auf das Papier zu bringen. Weg von jeglichem Perfektionismus. Dein Perfektionismus sollte darin bestärkt sein, sich Zeit für sich zu nehmen, abzuschalten, kreativ zu werden, Erinnerungen zu schaffen und sich daran zu erfreuen.














Schließe neue kreative Freundschaften

Mit dem Kreativwerden lassen sich auch wunderbare Freundschaften schließen. In den sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook gibt es so viele kreative Menschen, die alle das gleiche Interesse haben. Aber hier gilt es auch vorsichtig zu sein! Schaue nicht zu sehr nach rechts und links und bewerte dich nicht als schlecht! Das ist das Tückische an diesen Portalen, dass wir uns gleich selbst bewerten, durch Likes und Kommentare, aber auch durch Gedanken, dass andere besser seien. Lege diese Gedanken ab und nutze das Portal als Social Medium, der Ursprung der sozialen Medien.

Durch Social Media hat sich für mich eine ganz besondere Freundschaft mit Lena.licht entwickelt. Das Malen hat uns verbunden und darüber hinaus ist nun eine tiefe Freundschaft geworden, trotz der weiten Entfernung zwischen Bielefeld und Hamburg.








Spüre deinen Spirit und schaffe deine kreativen Erinnerungen

Mit jedem Eintrag in dein Skizzenbuch schaffst du dein eigenes kleines Kunstwerk. Lass dich von deiner Intuition treiben, vielleicht magst du kleine Erinnerungen wie eine Eintrittskarte, Postkarte oder eine getrocknete Blume deiner Illustration hinzugeben? Der Kreativität sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Ich habe ganz viele unterschiedliche Sketchbücher:


In einem sind viele Erinnerungen aus einem Tag enthalten, ein sogenanntes "Draw your Day"-Sketchbuch, ein Sketchbuch nur mit Watercolor-Illustrationen oder ein Mixedmedia-Gesichter-Sketchbuch. Und jedes Buch hat seine ganz besondere Erinnerung und Emotion, über die ich mich erfreue. Ich habe auch meine Skizzenbücher aus meiner Anfangszeit von 2017 aufbewahrt und erfreue mich über meinen Malfortschritt, das verleiht mir Zuversicht und Selbstbewusstsein.


Malen kann unterstützend therapeutisch sein

Es gibt Lebensphasen, die nicht einfach sind und hier kann Malen unterstützend therapeutisch sein. In unseren Bildern können wir unsere Emotionen ausdrücken, dem seelischen Schmerz ein Gesicht, deine Interpretation geben. Du kannst beim Entstehen deines Bildes loslassen, dich in deiner Kunst ausdrücken und auf eine besondere Art deinen Schmerz verarbeiten.




Fassen wir zusammen, warum du mit dem Malen beginnen solltest:

  • halte deine Erinnerungen und Emotionen kreativ fest

  • es ist deine Auszeit, deine "me-time", um dich zu entspannen

  • erlebe deine Kreativität und erweitere sie

  • schließe neue Bekanntschaften durch die gleiche Leidenschaft

  • Zuversicht und Selbstvertrauen durch deine Fortschritte, die du über die Zeit machst

  • Malen kann unterstützend therapeutisch sein

Fang an, du wirst auf eine kreative Reise gehen und die Welt mit anderen Augen betrachten.


Alles Liebe,

Andrea.





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