©2019 by Gedankenkessel I Andrea Hennig

Gedankenkessel kocht mit eigenem Workshop, Bauch- & Kopfgefühlen, Mutterschaft & (Online)-Emotionen

In dieser Woche war es ruhiger auf meinen Social Media-Kanälen. Ich brauchte eine gedankliche, öffentliche Ruhe. Denn sobald ein Gedanke öffentlich ausgesprochen wird, arbeitet der Kopf. Die Woche davor hat der Gedankenkessel ordentlich gekocht.


Öffentlich ein bisschen ruhiger, aber innerlich aktiv.


Letzte Woche Sonntag zum Muttertag habe ich beschlossen, einen Podcast aus all meinen Interviews der letzten Monate zu erstellen. Gar nicht mal so einfach, wenn man das ganze Datenmaterial aus Videodatei in eine Audiodatei umwandeln muss... Welche Programme brauche ich? Wie erstellt man einen Podcast - vor allem wo? Was muss man beachten? Und ein Cover braucht es auch noch..? Mittlerweile habe ich 5 Folgen hochgeladen. Bei Spotify bin ich nun zum Glück gelistet, iTunes braucht noch eine Weile, nachdem doch noch eine Fehlermeldung kam.


Ganz schön mühselig, aber irgendetwas treibt mich an, es doch nicht aufzugeben...










All diese inspirierenden tollen Menschen, die uns an ihren Gedanken teilhaben lassen, sollen nicht nur gesehen (Insta-Story und nun auch IGTV), sondern auch gehört werden. Meine Erfahrung mit dem Podcast gedankenkessel talkt kannst du hier noch einmal nachlesen: https://www.gedankenkessel.de/blog/gedankenkessel-talkt-der-weg-zu-meinen-akribisch-spontanen-podcast-zum-muttertag



Das Projekt "Ich gebe bald einen Kunst-Workshop"


Montagnachmittag erreichte mich ein freudiger Anruf. Das Projekt "Ich gebe bald einen Kunst-Workshop" konkretisiert sich immer mehr. Ich freue mich auf den Herbst und die neue positive Herausforderung. Warum Hamburg... Wenn es auch Mitteldeutschland sein kann. Die Stadt, die ich für ein Wochenende besuchen werde, kenne ich noch.... da war ich sehr jung. Auf jeden Fall hab ich sie sehr idyllisch im Gedächtnis.











Am Dienstag hat sich mein Mann beim B2-Run-Lauf durch das Ziel, njoa..., ich würde sagen, durchgequält. Aber natürlich stand ich als stolze Ehefrau im halb leeren HSV-Stadion und triumphierte ihn wie es sich gehört enthusiastisch. Der Gedanke, dass der Parkplatz sowie der Eintritt für einmal Klatschen mit Bratwurst und Getränken mich ein halbes Vermögen gekostet haben, war kurzzeitig passé. Die Frustration auf die Veranstalter hielt aber noch den Abend an.



Was tun, wenn der Kopf nein sagt, aber der Bauch ja?


Am Mittwoch spazierte ich mit einer guten Freundin durch´s Alstertal. Es ging um das Thema loslassen. Was tun, wenn der Kopf nein sagt, aber der Bauch ja....? Wieviel Einfluss haben andere Menschen auf unser Glück? Nicht besonders einfach, diese Fragen zu beantworten. Kommunikation ist wie immer ein wichtiger Begleiter zur Beantwortung vieler Fragen...


Ich spielte kurzzeitig die Bonnie light


Am Mittwochabend kochte es extrem in meinem Kopf. Gedanken wie Unfall & Überfall verfestigten sich zum Tatort-Krimi. Mein Mann & mein Sohn waren im Kino. Nichts Ungewöhnliches, aber als die Uhr Richtung Mitternacht wanderte (mein Sohn hatte um Mitternacht Geburtstag) und beide ihre Handys vergessen hatten, wurde ich zur Bonnie in light, stieg ins Auto und eilte Richtung Kino. Währenddessen ließ ich meinen Schwiegervater wenigstens die Polizei anrufen. Bei der Aufforderung, er möge bitte die Krankenhäuser anrufen, weigerte er sich. Vielleicht im Nachhinein verständlich. Als ich meinen Mann an einer Kreuzung in der Walachei-Sasel anhand seiner Jacke erkannte, manövrierte ich das Auto zum U-Turn, mit dem Ergebnis wir trafen uns zuhause wieder, gleichzeitig. Die Blicke und Worte meines Mannes, abenteuerlich.


Mit nächtlichem Adrenalin lässt es sich gut schlafen


Es sei denn es steht ein Kindergeburtstag am nächsten Morgen an. Halb sechs Uhr morgens feierte ich schlaftrunkend Mutterschaft. Wurde sentimental, wie jedes Jahr und konnte es nicht glauben, dass mein Sohn mittlerweile 11 ist und mich körperlich überragte. War er nicht erst 48 cm groß?


Hitziges Thema Schule löst immer Emotionen aus


Am Freitag ging es für mich nach Sasel. Ein Rosamunde-Pilcher-Stadtteil nördlich in Hamburg, der mich damals Mitte 20 nach Kiez, Schanze und Eimsbüttel in Schockstarre versetzte und es immer noch tut. Ja, ich bin damals freiwillig nach Sasel gezogen... Das ist aber ein anderes Thema... Wir hatten hier das Thema Schule. Ein, wie ich finde, sehr heikles Thema. Über das allgemeine Schulsystem brauchen wir nicht zu sprechen, es könnte besser sein. Viel besser. Aber steigen wir in die Tiefe des Schulsystems ein und sprechen über Gymnasium und Stadtteilschule, herrscht immer eine stärkere Diskussion. Grundsätzlich gilt es im Alstertal, das Kind auf ein Gymnasium zu manövrieren - koste es was es wolle. Was musste ich mir damals alles über unsere Entscheidung gegen das Gymnasium anhören. Hätte ich auf meinen Kopf gehört, wäre mein Kind nun ein sehr unglückliches. Mit Sicherheit.


Schaffen wir es die Menschen in der Online-Generation noch emotional zu begeistern?


Mitte der Woche beschäftigte ich mich außerdem mit dem Film Bohemian Rhapsody. So wie mich die freie Kunst fasziniert, fasziniert sie mich auch in der Musik. Wenn wir auf die Musik von damals zurückblicken, egal ob Queen, Michael Jackson oder Madonna, können wir feststellen, dass sie mit ihren Emotionen die Menschen begeisterten.


Würden sie es auch heute noch können - in der Online-Generation?


Früher zückten wir Feuerzeuge, stampften mit den Füßen und klatschen mit den Händen (denken wir nur an We will rock you). Heute zücken wir unsere Handys und die Gefahr, dass sie beim Klatschen und Stampfen zu Boden fallen würden, wäre doch zu groß... Oder?! Die Frage ist: Wie schaffen wir es heutzutage die Menschen emotional noch zu begeistern?


Eine spannende Frage, mit der ich mich nun für diese Woche verabschieden möchte...









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